Der Vorstand der Offenen Kirche in Württemberg unterstützt die kürzlich veröffentlichte gemeinsame Erklärung von über 25 Staaten (u. a. Großbritannien, Frankreich, Kanada und Australien), die ein sofortiges Ende des Krieges in Gaza und die Freilassung aller Geiseln fordert. Die humanitäre Lage in Gaza und die Situation der noch lebenden Geiseln in der Haft der Hamas hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht. Es braucht dringend einen Waffenstillstand, um weiteres Leid zu verhindern.
Die Offene Kirche unterstreicht die Einschätzung:
- Die Zivilbevölkerung in Gaza leidet unermesslich, und die Versorgung mit humanitärer Hilfe muss sichergestellt werden.
- Die Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln muss sofort geschehen.
- Israel ist verpflichtet, dem humanitären Völkerrecht zu entsprechen und uneingeschränkten Zugang für Hilfsorganisationen zu ermöglichen.
- Gewalt, Vertreibung und völkerrechtswidrige Siedlungspolitik dürfen keinen Platz haben.
Das heißt für die Ev. Kirche konkret:
In Anbetracht der vielen Krisen und Kriege in der Welt ruft die Offene Kirche dazu auf, dass die evangelische Kirche sich klar friedensethisch positioniert und danach handelt. Aufgabe der Kirche ist es, sich mit aller Kraft für den Frieden einzusetzen und lautstark anzumahnen, die Logik des Krieges zu durchbrechen – wann und wo immer es möglich ist. Es ist eine christliche Aufgabe, nach einem gerechten Frieden zu streben und danach zu handeln – in Gaza ebenso wie in der Ukraine oder Syrien und an vielen anderen Krisenorten auf der Welt. Die Friedensarbeit in der ev. Landeskirche in Württemberg muss daher unabdingbar ein zentraler und fest verankerter Arbeitsbereich bleiben.
Die Offene Kirche kritisiert ferner, dass Teile des christlichen Evangelikalismus in Deutschland den Krieg in Gaza rechtfertigen und massives humanitäres Leid so in Kauf nehmen.
